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Lithium Ionen Verwechselungsgefahr

Lithium Ionen Akkus

3,7V Lithium Ionen Rundzellen mit verschiedenen Abmessungen 

Beschäftigt man sich mit Hochleistungs-Taschenlampen, dann trifft man fast automatisch auf eine für uns exotische Energiequelle: 3,7V Lithium Ionen Akkus

Lithium Ionen Akkus sind extrem leistungsfähig und kommen daher traditionell in zahlreichen energiehungrigen, elektronischen Geräten zum Einsatz, zum Beispiel in Notebooks. Irgendwann ist dann wohl jemand auf die Idee gekommen, die Dinger in Taschenlampen zu stecken. Lithium Ionen Akkus verrichten nämlich auch in LED Strahlern einen exzellenten Job. Insbesondere, da die Ausgangsspannung von rund 3,7V genügend Kraft liefert, um die LED auch mit nur einer Akkuzelle zu betreiben.

Wo ist also das Problem? Ganz einfach, Lithium Ionen Akkus bedürfen weitreichender Vorsichtsmaßnahmen in der Anwendung. Ihr Einsatz ist potentiell risikoreich. Eine unsachgemäße Handhabung kann sogar zur Explosion führen.

Lithium AA Batterie

Beispiel einer 1,5V Lithium Batterie

Was aber noch viel wichtiger ist: Es besteht bei den Rundzellen eine Verwechslungsgefahr mit anderen Akkumulatoren und Batterien!

Zum Beispiel in der Wortwahl. Denn es gibt Lithium Ionen Akkus und Lithium Batterien. Beides klingt irgendwie ähnlich, jedoch ist eine reine Lithium-Chemie nicht mit einer Lithium Ionen Chemie vergleichbar. Eine Lithium AA Batterie liefert beispielsweise 1,5V, während ein Lithium Ionen Akku auf eine Spannung von 3,7V und mehr kommt.

Damit die Verwirrung komplett wird, gibt es Lithium Ionen Akkus (Typ 14500), die den Abmessungen einer AA Batterie ähnlich sind. Lithium Ionen Akkus (10440) gibt es sogar in den Abmessungen einer AAA Batterie, jedoch stets mit einer Spannung von 3,7V. Das bedeutet, dass Ihr elektronisches Gerät zerstört werden kann, wenn Sie ein Lithium Ionen Akku in einem Gerät verwenden, das nicht für die Verwendung mit 3,7V Zellen gedacht ist.

Lithium Ionen Akkus benötigen darüberhinaus ein spezielles Ladegerät, welches auch nur für 3,7V Lithium Ionen Akkus verwendet werden sollte und keinesfalls für 1,5V Akkus oder Batterien, egal ob die anderen Zellen theoretisch und von den Abmessungen her in den Schacht passen würden oder nicht!

 

LED-Taschenlampen.info: Erkundigen Sie sich vor dem Einsatz von Lithium Ionen Rundzellen über die Risiken, die von diesen Zellen ausgehen. Verwenden Sie nur geeignete Spezial-Ladegeräte und stecken Sie keine Lithium Ionen Rundzellen in elektronischen Geräte, die nicht für diesen Akkutyp und die Spannung von 3,7V geeignet sind. Die meisten Geräte sind nämlich nicht für die exotischen Lithium Ionen Rundzellen geeignet!

Lesen Sie die Bedienungsanleitung Ihrer Geräte vorher genau und erkundigen Sie sich im Zweifelsfall erst einmal beim Hersteller. In den meisten Fenix-Taschenlampen sind Lithium Ionen Akkus meines Wissens vom Hersteller nicht erlaubt.

Olight T15

Die Olight T15 (Modell 2008) ist eine LED Taschenlampe mit Cree Q5 LED, die laut den Herstellerangaben mit einer AA Batterie, einem AA Akku (max. 120 Lumen) oder einem Lithium Ionen Akku vom Typ 14500 im Spannungsbereich von 3,6 bis 4,2V 14500 (max. 190 Lumen) betrieben werden kann. Die Olight T15 gehört damit zu den hellsten Mini-Taschenlampen auf dem Markt. 

Die Olight T15 konkurriert derzeit insbesondere mit der älteren Fenix L1D und der neuen Fenix LD10. Alle drei genannten LED Taschenlampen warten mit vergleichbare Abmessungen auf und verwenden einheitlich die Cree Q5 LED als Leuchtmittel. Die Fenix-Modelle sind vom Hersteller mit maximal 120 Lumen bei der Verwendung von AA Batterien oder Akkus angegeben, Lithium Ionen Akkus sind offiziell wieder nicht zugelassen.

Die Vorteile der Olight T15 gegenüber den Fenix-Modellen sind im Vergleich

  • ein ca. 20% günstigerer Anschaffungspreis
  • die Verwendbarkeit von Lithium Ionen Akkus (3,6 bis 4,2v)
  • und damit max. 190 Lumen (Lithium Ionen) statt 120 Lumen (AA) 
  • die T15 leuchtet mit 6 Lumen ca. 30 Stunden (AA Akku)

Zum zuletzt genannten Vorteil kurz noch ein Hinweis: Viele schauen beim Kauf nur auf die maximale Helligkeit. Die Kenner der Materie achten jedoch auch auf die minimale Helligkeit. Denn für viele Situationen sind bereits 12 (Fenix L1D). Je weiter sich eine LED Taschenlampe notfalls dimmen lässt, desto flexibler kann die Taschenlampe eingesetzt werden.

Die Olight T15 kann mit handelsüblichen Akkus im Format AA und entsprechenden Ladegeräten kostengünstig betrieben werden. Die Verwendung von AA Batterien ist möglich, jedoch sind hochwertige AA Akkus in der Praxis deutlich leistungsfähiger. Ich empfehle hier gerne die weißen Eneloop AA Akkus von Sanyo, da diese NiMH Zellen eine sehr geringe Selbstentladung haben.

Wer die Leistungsfähigkeit Olight T15 ausreizen will, kann sie mit wiederaufladbaren Lithium Ionen Rundzellen vom Typ 14500 bestücken. Diese Akkumulatoren sind jedoch in der Handhabung mit Risiken behaftet und sollten daher nur von von Personen verwendet werden, die sich vorher gründlich in das Thema der Lithium Ionen Akkus eingearbeitet haben. Bei unsachgemäßer Handhabung der Zellen besteht Gefahren bis hin zur Explosion!

 

Daher ist der Betrieb von Taschenlampen mit CR123A Batterien teuer, wenn die LED Taschenlampe oft im Einsatz ist. Fenix unterstützt laut Herstellerangaben bei der P2D und der P20 keine wiederaufladbaren Zellen, während Olight einen Spannungsbereich von 1,1V bis 4,2V nennt. Damit ist die Verwendung von RCR123- und 16340- Lithium Ionen Akkus möglich.

14500 Lithium Ionen Akku im Format AA

Ein weiterer Unterschied zwischen den Olight- und Fenixmodellen ist die unterschiedliche Bedienung, bzw. die Ansteuerung der Lichtmodis. Während bei Fenix nur die maximale Helligkeit ("Turbo") durch die Drehung des Lampenkopfes aktiviert wird, erfolgt die Steuerung der Helligkeitsstufe bei Olight generell über den Lampenkopf. Nur die Aktivierung der Sondermodis geschieht durch das Antippen des Einschalters am Lampenende. Aus meiner Sicht ist die Einhandbedienung bei Fenix-Modellen leichter.

Die Olight T15 ist so wie die Fenix-Modelle eine geregelte Taschenlampe. Das heißt, sie wird bei einer schwächer werdenden Batterie nicht konstant dunkler. Erst wenn die Ladung der Batterie für den jeweiligen Modus zu schwach wird, schaltet die T15 in den nächst niedrigeren Modus herunter.

Diese LED Taschenlampe bietet laut Hersteller die folgenden Helligkeitsstufen mit AA Akkus: 120 Lumen (0, 8 Stunden) – 85 Lumen (2 Stunden) – 38 Lumen (5 Stunden) – 15 Lumen (13 Stunden) – 6 Lumen (30 Stunden), Stroboskop (120 Lumen für 1,5 Stunden) und SOS mit 120 Lumen (2 Stunden) oder mit 17 Lumen (30 Stunden). Olight Taschenlampen merken sich beim Ausschalten die zuletzt eingestellte Helligkeitsstufe.

Die Olight T15 besteht aus robustem, schwarz hartbeschichtetem Aluminium. Die Mini Taschenlampe ist laut Hersteller wasserbeständig. Größe: 105,1 mm (Länge) * 21,6 mm (Durchmesser), Gewicht 50 gr ohne Batterien.  

Olight Taschenlampen

Die Nische der kompakten High-End LED Taschenlampen war lange Zeit allein von der chinesischen Firma Fenix besetzt. Fenix ist bei Insidern bekannt für seine kleinen, robusten, schwarzen Taschenlampen aus Luftfahrt Aluminium. Doch dann kam Olight, ein Mitbewerber aus dem eigenen Land.

Olight hat das Fenix-Erfolgsrezept aus meiner Sicht bisher nachgeahmt, wie keine andere Firma. Optisch erinnern inbesondere die ersten Olight-Modelle, die Olight T10 (1 x CR123) und die Olight T15 (1 x AA), an die Fenix P2D (1 x CR123) und die Fenix L1D (1 x AA). Auch die Olight T20 (2 x CR123) war sicherlich irgendwie als Gegenstück zu Fenix P3D gedacht, sie konnte jedoch bereits mit einigen interessante Besonderheiten aufwarten.

Olight LED Taschenlampen haben mittlerweile auch ihren Weg auf den deutschen Markt gefunden. Insofern stellt sich für den einen oder anderen Käufer sicher die Frage "greife ich zu Olight, oder zu Fenix". Insbesondere, weil Olight Taschenlampen im Moment ca. 20% günstiger angeboten werden, als vergleichbare Fenix-Modelle.

Ich habe die Olight T10 und die Olight T20 selber in der Variante mit leuchtstarker Cree Q5 LED getestet. Der wesentliche Unterschied zu Fenix ist vor allem das Bedienkonzept: Die unterschiedlichen Helligkeitsstufen werden bei Fenix über das Antippen des Druckknopfs am Lampenende in Kombination mit dem Drehen des Lampenkopfes (schaltet in den Turbomodus = hellste Stufe) erreicht.

Die oben genannten Olight Modelle werden zwar auch über einen Druckknopf am Lampenende eingeschaltet, die Einstellung der Helligkeitsstufen erfolgt jedoch nur über das Drehen des Lampenkopfes. Das führt dazu, dass in der Regel zwei Hände benötigt werden, um die Helligkeit der Olight Taschenlampen umzuschalten, während die zweite Hand bei Fenix lediglich für die Umschaltung in den Turbo-Modus notwendig ist.

Über die Tippfunktion auf den Druckknopf am Lampenende werden bei Olight Taschenlampen die Sonderfunktionen SOS und Stroboskop aktiviert. Die zuletzt eingestellte Helligkeit wird nach dem nächsten Einschalten der Lampe reaktiviert, solange die Batterien oder Akkus nicht zwischendurch entfernt wurden.

Die Olight Taschenlampen der o.g. Serien können in ihren neuesten Versionen offenbar auch mit Lithium Ionen Akkus (T10 und T20: 16340 und T15: 14500) umgehen und präsentieren sich damit entsprechend leuchtstark.

Olight T20

Ein weitere Unterschied zu den vergleichbaren Fenix-Modellen besteht bei Olight in dem kombiniert glattem (SMO, smooth) und strukturiertem (OP, orange peel) Reflektor. Dieses System soll einen intensiven Spot mit einer gleichmäßigen Lichtverteilung im Außenbereicht des Lichtstrahls kombinieren. Fenix bietet nur entweder glatte (SMO) oder strunkturierte (OP) Reflektoren an.

Mit der Olight M20 Warrior hat der Hersteller mittlerweile eigenen Akzente gesetzt. Die M20 ist eine taktische Taschenlampe, die unter anderem mit Lithium Ionen Rundzellen vom Typ 18650 betrieben werden kann. Sie erreicht mit ihrer Cree R2 LED laut Hersteller eine maximale Helligkeit von 250 Lumen.

 

LED-Taschenlampen.info: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Fenix hat mit seinem Schaltmechanismus aus meiner Sicht die Nase eindeutig vorn. Ich hatte bereits eine neue Olight T10, wo der Drehschalt-Mechanismus ganz versagte. Mit einer Fenix bin ich auch schneller, wenn es es darum geht, in die maximale Helligkeit zu schalten. Einmal den Lampenkopf drehen, Turbo ist aktiviert.

Bei einer Olight-Taschenlampe werden auch schon mal Helligkeitsstufen übersprungen, wenn man nicht genau aufpasst. Oder man verdreht den Lampenkopf versehentlich und wechselt so die Helligkeit. Der SMO/OP-Kombinationsreflektor der Olights ist meiner Ansicht nach nicht schlecht, aber ich würde bei einer LED Taschenlampe dieser Art (EDC, every day carry = immer dabei) stets einen durchgängig strukturierten OP-Reflektor bevorzugen, der für einen weniger intensiven Spot und eine möglichst gleichmäßige Lichtverteilung sorgt.

Olight M20 Warrior

Wer mit den genannten Dingen leben kann, der bekommt mit dem Kauf einer Olight-Taschenlampe auf jeden Fall ein Produkt der Spitzenklasse. Ich selber habe noch die Olight T20 im Einsatz. Es ist unglaublich, wie robust diese Taschenlampe ist. Man spürt beim Anfassen die Qualität. Die Olight M20 Warrior darf derzeit sogar zur Spitzengruppe der verfügbaren, taktischen LED-Taschenlampen gezählt werden. Ich denke, wir werden noch einiges von Olight hören.

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Lithium Ionen Akkus, Grundlagen

Lithium Ionen Akku von der Firma Ultrafire

 3,7V Lithium Ionen Akku vom Typ 18650, Hersteller Ulrafire

Wenn Sie sich an einer modernen Hochleistungs – LED Taschenlampe interessiert sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie über das Thema "Lithium Ionen" Akkus oder Batterien stolpern werden.

Ich will Ihnen erklären, warum das so ist. Die Lithium Ionen Chemie bietet gegenüber herkömmlichen Akkus oder Batterien (Mignon, AA, AAA, NiMH, NiCd) entscheidende Vorteile. Denn Lithium Ionen Akkus …   

  • haben eine höhere Energiedichte
  • brauchen keine Spezialbehandlung, wenn sie neu sind
  • entladen sich im Vergleich zu herkömmlichen Batterien oder Akkus relativ langsam
  • besitzen im Gegensatz zu NiCd- und NiMH-Akkus keinen Memory-Effekt
  • arbeiten mit einer höheren Spannung 

Lithium Ionen Technologie ist beispielsweise bei Camcordern, digitalen Fotoapparaten, Notebooks und Handys seit langer Zeit im Einsatz. Die uns bekannten Akku-Zellen sind zumeist geräte- und herstellerspezifisch. Sehr viel weniger bekannt und verbreitet sind die in Hochleistungs-Taschenlampen verwendeten Rund-Zellen, wie oben im Bild dargestellt. 

Vielleicht deshalb, weil sie auch einige Nachteile haben …

  • sie benötigen eine Schutzschaltung, um die Spannung in sicheren Bereichen zu halten
  • sie benötigen ganz spezielle, passende Ladegeräte
  • Lithium Ionen Akkus altern, auch wenn sie gar nicht benutzt werden
  • Li-Ion Rundzellen sind nicht überall zu bekommen und qualitativ sehr unterschiedlich
  • Lithium Ionen Akkus sind teurer als herkömmliche NiMH-Akku

Insbesondere auf die Sicherheitsaspekte kommen wir noch einmal in einem anderen Artikel zurück. Wiederaufladbare Lithium Ionen Rundzellen werden meist mit numerischen Bezeichnungen versehen, zum Beispiel 18650, 14500 und 16340. Wobei stets die gleiche Chemie mit jeweils anderen Abmessungen gemeint ist.

Die bekannteste Lithium Ionen Batterie ist die aus dem Fotobereich stammende CR123A, die in den Abmessungen (nur) in etwa einer 16340 entspricht, jedoch eine größere Kapazität besitzt.

 

LED-Taschenlampen.info: Lithium Ionen Akku-Rundzellen besitzen gegenüber herkömmlichen NiMH oder NICd-Taschenlampen-Akkus erhebliche Vorteile. Kaum eine moderne Hochleistungs – LED Taschenlampe kommt noch ohne Lithium Ionen Akkus aus. Allerdings bringt diese Technologie auch potentielle Sicherheitsrisiken mit sich, mit denen man sich vor der Anwendung derartiger Akku-Zellen intensiv beschäftigen sollte. Benutzen Sie grundsätzlich nur nochwertige Rundzellen mit umfangreichen elektronischen Schutzmechanismen ("protected")!   
 

LiteFlux LF5 XT NAT

Die LiteFlux LF5 XT NAT ist vom Ansatz her vergleichbar mit der Nitecore Defender, beide werden mit einer Batteriezelle in der Größe AA betrieben. Jedoch setzt die Liteflux bereits auf die neueste CREE XR-E LED Generation, die R2.

Es folgen die Herstellerangaben:  

LED : CREE XR-E R2
Abmessungen: 101 mm (L) x 20.5 mm (D)
Hergestellt aus Luftfahrt-Aluminium
Oberfläche neutral HA III anodisiert 
Spannungsquelle: einzelne AA (Alkaline,Ni-MH,Lithium) Batterie
Kann mit 14500 Li-Ion Akkus verwendet werden
Umschalten :D ruckknopf
Spannung: 0,9V ~ 4,5V
1 ~ 5 programmierbare Modes
2 voreingestellte Modes (100% & Zufallsstrobe)
5 Funktionen + Batteriespannungs-Report
Gewicht: 53g (ohne Batterien)

Quelle: LiteFlux, Shanzhi Shiang, Taipei County 252 Taiwan. R O C

LED-Taschenlampen.info: Kombiniert man diese Taschenlampe mit dem Einsatz eines passenden Lithium-Ionen Akkus vom Typ 14500 (3,7 V), dann sind wohl ohne weiteres rund 200 Lumen zu erwarten. Somit dürfte die LiteFlux LF5 XT NAT deutlich heller sein, als zum Beispiel eine Fenix L1D Q5. Im Betrieb mit NiMH-Zellen sind hingegen keine großen Unterschiede zu erwarten.